Unverpackt, der kleine aber feine Betrag für eine bessere Welt

 

Der durchschnittliche private Verbraucher hatte 2018 einen Verbrauch von 107,7 Kilo Verpackungsmüll. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Menge an weggeworfenen Verpackungen um 24 Prozent erhöht, beim Plastikabfall sogar um 79 Prozent. Gründe dafür sind unter anderem die neuen Konsumgewohnheiten. Trends wie kleinere Portionen, Online-Einkauf, Essen und Trinken zum Mittnehmen, um nur einige zu nennen, führen zu einem zunehmenden Materialverbrauch. Oftmals lassen sich die dabei anfallenden Verpackungen nicht oder nur schwer recyceln. Von staatlicher Seite wird sich zwar bemüht Anreize für Produzenten und Verbraucher zu schaffen den Müll zu vermeiden und besser zu recyceln, ob dies wirklich erfolgreich ist wird sich noch zeigen.

Schneller geht es wenn Verbraucher bewusst einkaufen und Verpackungsmüll vermeiden. Dies ist über verschiedene Wege möglich. So sollte man beispielsweise lieber zu Produkten ohne Verpackung greifen oder genau hinsehen aus welchen Materialien die Verpackung besteht. Vorteils oder Familienpackungen benötigen weniger Material als Standartprodukte. Kaufen sie regional, da regionale Produkte nicht aufwendig für den langen Versand verpackt werden müssen. Supermärkte sind außerdem dazu verpflichtet, dass Kunden die Verpackung direkt vor Ort entsorgt können, schließlich zahlt man für das Produkt und nicht für seine Verpackung.

Wenn Verbraucher gezielt einkaufen und ihr Anliegen an Firmen herantragen werden diese auch umdenken müssen. Vereinzelt sieht man im Supermarkt oder Discounter schon Veränderungen. Es werden vom Hersteller recycelte oder weniger Materialien für die Verpackung verwendet. In manchen Fällen wird auch auf Verpackung komplett verzichtet. Selten gibt es sogar „unverpackt“ Abteilungen in denen man mit seiner Mehrwegverpackung Produkte abfüllen kann. Dieses Konzept gib es bereits seit Jahrhunderten. Durch das Umdenken in den letzten Jahren hin zur Nachhaltigkeit wurde es wieder entdeckt. Da viele Firmen den Forderungen nach Verpackungsreduktion nicht nachgekommen sind, wurden etliche kleinere Unverpackt Läden gegründet. In diesen gibt es wenig bis keine Verpackungen da man seine Mehrwegbehälter selber mitbringt und alles abfüllen kann. Oftmals werden auch keine Verpackungen benötigt.

Mit dem ökologischen Gesamtansatz schauen wir bei Lotties natürlich auch auf Verpackungsart und Material. So wird von uns kein Plastik verwendet. Der Versand erfolgt ohne Einzelverpackung in recycelten Kartons ohne Bedruck, diese werden außerdem nicht mit Füllmaterialien versehen und mit organischem Klebeband verschlossen. Es werden standartmäßig Sammelbestellungen in den dazu passenden Kartongrößen versendet, somit wird nur das notwendigste an Verpackungsmaterial aufgewendet. Unser Hauseigener Reparaturservice sorgt dafür, dass beschädigte Ware nicht einfach entsorgt und durch ein neue ersetzt wird.  Im vorherigen Blog Beitrag zu Stoffwindeln wurde bereits gezeigt, dass alleine Einwegwindeln Unmengen an Müll produzieren, der ganz leicht vermeidbar ist. Mit diesen und vielen weiter Produkten wollen wir für eine bessere Zukunft ganz ohne Müll sorgen. Deshalb sind wir auch Mitglied im unverpackt e.V., da wir so aktiv dazu beitragen das Projekt Müllvermeidung noch weiter voranzutreiben.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.