Spreizwickeln oder Breitwickeln genannt als Grundlage einer gesunden Hüftentwicklung

Spreizwickeln oder Breitwickeln genannt als Grundlage einer gesunden Hüftentwicklung

Breitwickeln beim Baby: Was steckt dahinter?

Breitwickeln – auch Spreizwickeln genannt – ist vielen Eltern im Zusammenhang mit der Hüftentwicklung ihres Babys ein Begriff. Dabei geht es darum, dem Hüft- und Beinbereich beim Wickeln ausreichend Platz zu lassen, sodass die Beine nicht eng gestreckt und zusammengedrückt werden.

Gerade in den ersten Lebensmonaten entwickelt sich die Hüfte weiter. Eine natürliche Haltung mit gebeugten Beinen und Bewegungsfreiheit im Hüftbereich ist deshalb ein wichtiges Thema beim Wickeln, Tragen und Anziehen.

In diesem Beitrag erklären wir, was Breitwickeln bedeutet, worauf du dabei achten solltest und welche Rolle ein breiteres Stoffwindelpaket spielen kann.

Was bedeutet Breitwickeln?

Beim Breitwickeln entsteht zwischen den Beinen des Babys ein breiteres Windelpaket. Dadurch liegen die Beine nicht eng nebeneinander, sondern können in einer gebeugten und leicht abgespreizten Position bleiben.

Wichtig ist dabei vor allem, dass die Beine Bewegungsfreiheit haben. Sie sollten weder gewaltsam gespreizt noch in eine bestimmte Position gedrückt werden.

Das Baby soll weiterhin frei strampeln und seine Beine bewegen können.

Warum ist die Hüftposition bei Babys wichtig?

Die Hüftgelenke eines Babys entwickeln und stabilisieren sich in den ersten Lebensmonaten weiter.

Eine ungünstige Position entsteht insbesondere dann, wenn die Beine über längere Zeit gestreckt und eng zusammengehalten werden. Deshalb sollte Kleidung, Wickeltechnik oder Pucken den natürlichen Bewegungsraum der Beine nicht unnötig einschränken.

Eine günstige Alltagshaltung lässt dagegen zu, dass das Baby seine Hüften beugen und die Oberschenkel seitlich bewegen kann.

Breitwickeln und Hüftdysplasie – was ist der Unterschied?

Breitwickeln ist zunächst eine Wickelweise und keine medizinische Diagnose oder Therapie.

Eine Hüftdysplasie ist eine Entwicklungsstörung des Hüftgelenks, die kinderärztlich beziehungsweise kinderorthopädisch beurteilt werden muss.

In Deutschland werden die Hüftgelenke im Rahmen der Früherkennungsuntersuchungen kontrolliert. Bei der U3 gehört dazu in der Regel eine Ultraschalluntersuchung der Hüften. Bei bestimmten Risikofaktoren kann eine Untersuchung bereits früher erfolgen.

Wird dabei eine behandlungsbedürftige Hüftdysplasie festgestellt, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt über die geeignete Therapie.

Eine Stoffwindel ersetzt bei einer diagnostizierten Hüftdysplasie keine ärztlich verordnete Behandlung.

Stoffwindeln und ein breiteres Windelpaket

Mehrteilige Stoffwindelsysteme bauen konstruktionsbedingt anders auf als sehr schlanke Einwegwindeln.

Beim Lotties Stoffwindelsystem besteht der saugfähige Bereich aus Windelhose und – je nach benötigter Saugkapazität – einer zusätzlichen Windeleinlage. Darüber wird die passende Überhose getragen.

Durch diesen Aufbau entsteht ein breiteres Windelpaket, das dem Hüft- und Beinbereich Platz lässt.

Für Eltern, die ihr Baby breit wickeln möchten, lässt sich diese Wickelweise dadurch unkompliziert in den normalen Wickelalltag integrieren.

Die Lotties Stoffwindelhose Soft

Unsere Stoffwindel Windelhose Soft ist der saugfähige Hauptbestandteil unseres mehrteiligen Windelsystems.

Durch Schnitt und Materialaufbau entsteht beim Anlegen ein breiteres Windelpaket. Gleichzeitig sorgen elastische Bündchen an Rücken und Beinen sowie der verstellbare Klettverschluss für eine anpassbare Passform.

Die aktuell angebotene Windelhose kombiniert:

  • Außen: 100 % weichen Frottee aus Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA)
  • Innen: 100 % Modalfaser zur Feuchtigkeitsaufnahme
  • Verschluss: Klett und Flausch
  • Bündchen: elastische Abschlüsse an Rücken und Beinen
  • Herstellung: Made in Germany

Bei zusätzlichem Saugbedarf kann die Windelhose mit einer passenden Windeleinlage kombiniert werden.

Wie sollte eine Stoffwindel beim Breitwickeln sitzen?

Entscheidend ist nicht, die Beine möglichst weit auseinanderzudrücken. Vielmehr soll die Windel ausreichend Platz bieten und trotzdem sicher sitzen.

Achte beim Anlegen insbesondere auf folgende Punkte:

  • Die Windelhose sollte zur aktuellen Körpergröße beziehungsweise Gewichtsklasse passen.
  • Die Bündchen sollten gut anliegen, aber nicht unnötig einschneiden.
  • Die Beine sollten frei beweglich bleiben.
  • Das Windelpaket sollte nicht so eng angelegt werden, dass die Beine gestreckt zusammengedrückt werden.
  • Windelhose und Einlagen sollten vollständig innerhalb der Überhose liegen.

Wenn dir aus medizinischen Gründen eine bestimmte Wickeltechnik empfohlen wurde, lass dir diese am besten direkt von deiner Hebamme, Kinderärztin, deinem Kinderarzt oder der behandelnden kinderorthopädischen Praxis zeigen.

Muss man für das Breitwickeln zusätzliche Tücher verwenden?

Bei klassischen Wickeltechniken werden teilweise gefaltete Stoffwindeln oder zusätzliche Tücher verwendet, um ein breiteres Windelpaket zu erhalten.

Bei einem bereits entsprechend aufgebauten Stoffwindelsystem kann durch Windelhose und Einlage ohnehin mehr Material zwischen den Beinen liegen.

Ob darüber hinaus eine besondere Wickeltechnik notwendig ist, hängt davon ab, warum breit gewickelt werden soll.

Bei einer medizinisch festgestellten Hüftreifungsstörung solltest du keine zusätzliche Behandlung improvisieren, sondern dich an die Empfehlung der behandelnden Fachperson halten.

Breitwickeln ist nicht dasselbe wie starkes Spreizen

Der Begriff „Spreizwickeln“ kann den Eindruck vermitteln, die Beine müssten aktiv möglichst weit auseinandergedrückt werden. Darum geht es nicht.

Eine gute Wickelweise gibt den Hüften und Beinen vor allem Bewegungsraum. Das Baby sollte weiterhin selbst strampeln, die Beine beugen und seine Position verändern können.

Gewaltsames Spreizen ist weder notwendig noch sinnvoll.

Auch beim Pucken auf die Hüften achten

Wer sein Baby puckt, sollte darauf achten, dass die Beine nicht gestreckt und eng zusammengebunden werden.

Der Oberkörper kann – bei geeigneter und sicherer Anwendung – enger eingewickelt werden, während Hüften und Beine genügend Platz benötigen, um gebeugt und beweglich zu bleiben.

Für das Pucken gelten zusätzlich eigene Sicherheitsempfehlungen, insbesondere hinsichtlich Schlafposition, Überwärmung und dem Zeitpunkt, an dem ein Baby beginnt, sich selbstständig zu drehen.

Warum ist die Hüftuntersuchung bei der U3 so wichtig?

Eine Hüftreifungsstörung lässt sich bei einem Baby nicht immer von außen erkennen.

Deshalb werden die Hüftgelenke im Rahmen der Früherkennungsuntersuchungen untersucht. Bei der U3 erfolgt in Deutschland in der Regel auch ein Hüftultraschall.

Dadurch können Auffälligkeiten früh erkannt und – falls notwendig – gezielt behandelt werden.

Breitwickeln, Stoffwindeln oder eine bestimmte Trageweise ersetzen diese Untersuchung nicht.

Kann Breitwickeln eine Hüftdysplasie verhindern?

Eine Garantie dafür gibt es nicht. Die Entstehung einer Hüftdysplasie kann verschiedene Ursachen und Risikofaktoren haben.

Sinnvoll ist jedoch, Positionen zu vermeiden, bei denen die Beine eines Babys über längere Zeit gestreckt und eng zusammengedrückt werden.

Beim Wickeln bedeutet das: ausreichend Bewegungsfreiheit für Hüften und Beine und eine Windel, die sicher sitzt, ohne den Unterkörper unnötig einzuengen.

Welche Vorteile hat die Stoffwindelhose im Alltag?

Neben dem breiteren Windelpaket bietet ein mehrteiliges Stoffwindelsystem einige praktische Möglichkeiten.

  • Windelhose und Einlage können gewaschen und erneut verwendet werden.
  • Die Saugkapazität lässt sich durch zusätzliche Einlagen anpassen.
  • Die Größe der Windelhose kann passend zum Gewicht des Babys gewählt werden.
  • Einzelne Komponenten können bei Bedarf separat ersetzt oder ergänzt werden.
  • Das System lässt sich mit passenden Überhosen kombinieren.

Wie viele Windelhosen, Einlagen und Überhosen du für deinen Alltag benötigst, erklären wir ausführlicher in unserem Beitrag „Die wichtigsten Fragen zum Thema Stoffwindeln“.

Stoffwindeln kennenlernen

Wenn du Stoffwindeln ausprobieren möchtest, kannst du das Lotties System Schritt für Schritt kennenlernen.

Unsere Windelhose Soft lässt sich mit verschiedenen Einlagen und passenden Überhosen kombinieren. Welche Größe und Zusammenstellung zu deinem Baby passt, hängt unter anderem von Körpergewicht, Saugbedarf und Wickelrhythmus ab.

Weitere Informationen findest du in unserem Beitrag „Vorteile der Stoffwindel“.

Außerdem kannst du unseren Stoffwindel-Ratgeber kostenlos anfordern.

Fazit: Breit wickeln heißt vor allem Bewegungsraum lassen

Beim Breitwickeln geht es nicht darum, die Beine eines Babys aktiv auseinanderzudrücken. Entscheidend ist vielmehr, dass Hüften und Beine genügend Platz für eine gebeugte, bewegliche Haltung haben.

Mehrteilige Stoffwindelsysteme erzeugen durch ihren Aufbau ein breiteres Windelpaket. Die Lotties Windelhose Soft kombiniert diesen Aufbau mit einem anpassbaren Verschluss, elastischen Bündchen und einer zusätzlichen Einlage, wenn mehr Saugkapazität benötigt wird.

Bei einer medizinisch festgestellten Hüftdysplasie gilt dagegen immer die individuelle ärztliche Empfehlung. Die reguläre Hüftuntersuchung im Rahmen der U3 sollte unabhängig von der verwendeten Windel wahrgenommen werden.

Entdecke die Lotties Stoffwindel Windelhose Soft und stelle dein Stoffwindelsystem passend zu deinem Baby zusammen.

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